Im Interview mit Eat Small

Eat Small: Christian, erzähle uns über deine Überzeugungen zu Umwelt und Nachhaltigkeit

C.S.: Ich habe schon immer nahe an der Natur gelebt und bin deshalb generell sensibilisiert für eine saubere Umwelt und Natur. Nachhaltigkeit geht aber natürlich auch im regulären Alltag, was sich natürlich auch im Konsumverhalten wiederspiegelt.

Eat Small: Was sind die konkreten nachhaltigen Aktionen, die du als Person in deinem täglichen Leben unternimmst, um deinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren?

C.S.: Wir versuchen als Familie so plastikfrei wie möglich zu leben. Das fängt morgens mit einer plastikfreien Zahnbürste und Haarseife an und geht über in die Nutzung von Fahrrad und Bahn. Dazu essen eigentlich nur noch die Kinder bei uns Fleisch. Wichtig sind aber die Alltagsentscheidungen, d.h. wo kauft man ein und vor allem was.

 

Eat Small: Wie, oder wann in deinem Leben, kam der Wunsch auf, etwas zu tun, um den ökologischen Fußabdruck der Menschen in größerem Maßstab zu reduzieren?

C.S.: Das fing schon früh an. Ich bin direkt an einem Naturschutzgebiet aufgewachsen und habe es damals schon nicht verstanden, wie man den mitgebrachten Müll (in Form von Zigaretten oder Getränken) einfach in die Natur schmeißen kann – anstatt den Müll zum nächsten Mülleimer zu tragen. Obwohl wir aktuell keinen Hund haben, so haben mich aber die vielen Plastiktüten für Hundekot auf den Waldwegen aber immer schon sehr gestört.

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Eat Small: Erzähle uns über die Anfänge des PooPick, als du die Firma gegründet hast... Warst du bereits Unternehmer oder musstest du lernen, wie das Geschäft funktioniert? Wie hast du deine Idee konkretisiert?

C.S.: Ich habe lange in der Tiermedizin gearbeitet und saß mit zwei Kollegen nach einer Bar zusammen. Da haben wir einen Hundebesitzer beobachtet, der mit einer Plastiktüte Hundekot aufgenommen hat. Und da hat es bei uns Klick gemacht. Wir dachten uns, das muss doch auch ohne Berührung und vor allem ohne Plastik gehen. Die einzig ökologische Lösung (da klimaneutral) war von Anfang an Papier, weshalb wir den PooPick als entsprechende Lösung konzipiert haben.

Unternehmerisch tätig war ich eigentlich immer schon. Sei es früher von der Veranstaltung der Abi-Parties bis zu meinen bisherigen beruflichen Stationen.

Dennoch macht man als Unternehmer jeden Tag neue Erfahrungen und muss auf neue Situationen reagieren. Aber, genau das macht es ja auch spannend, oder?

 

Eat Small: Kannst du uns sagen, worauf du achten musst, um mit deinem Produkt nachhaltig zu bleiben? Welche grünen Entscheidungen musstest du treffen? (z.B. eine Art von Pappschachtel statt einer anderen zu wählen, oder andere Dinge dieser Art).

C.S.: Gute Frage, danke dafür! Am einfachsten wäre es natürlich gewesen, wenn wir einfach Bio-Plastik genommen hätten. Doch da wir rausgefunden haben, dass hier eine große Menge an Erdöl verwendet wird und jede Tüte doch verbrannt wird -dies wegen des Erdöl-Anteils leider klimaschädlich – war das keine Option für uns.

D.h. wir haben uns für ein komplett neues Produkt, welches dazu auch noch aus einem viel teureren Rohstoff (Papier) bestehen, entschieden. Jedoch war für uns wichtig, dass wir es gleich richtig ökologisch machen.

Dazu war uns beim PooPick auch wichtig, dass er nicht irgendwo günstig unter irgendwelchen Bedingungen produziert wird, sondern in Deutschland und so nachhaltig wie möglich. Deshalb werden die PooPicks auch per Hand in einer Behindertenwerkstatt gefaltet, weil wir so auch gleich Menschen mit Handicap unterstützen können.

All dies macht den PooPick leider nicht günstiger, dafür jedoch eben nachhaltig, ökologisch und sozial. Das kann die billige Plastiktüte nicht von sich sagen!

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Inspiration für jetzt... und die Zukunft

 

Eat Small: Gibt es Aspekte des Unternehmens, die noch verbessert werden könnten, um ökologischer zu sein?

C.S.: Wir arbeiten gerade daran, dass wir für Nachbestellungen die Menge an Verpackungsmaterial reduzieren.

Weiterhin versuchen wir, an mehr lokalen Stellen verfügbar zu sein, so dass die Wege für unsere Kunden noch kürzer werden.

 

 

Eat Small: Welche Auswirkungen hat die Verwendung von Poopicks für den Planeten? Kannst du uns inspirierende Zahlen nennen?

C.S.: Oh ja, sehr gerne ! Alleine in Deutschland leben ca. 11,8 mio. Hunde. Diese müssen (mind.) zweimal pro Tag « groß », also ca. 24 mio. Haufen pro Tag. Da nicht jeder Haufen weggemacht wird, gehen wir von 15 mio. verwendeten Plastiktüten für die Entsorgung von Hundekot aus.

Wenn Du bedenkst, dass jede Plastiktüte im Schnitt 50ml Erdöl enthält (und Chemie), was klimaschädlich verbrannt wir, dann kommt da einiges zusammen.

Konkret werden pro Tag 750.000 Liter Erdöl in Deutschland nur für Hundekotbeutel verbrannt. Wahnsinn, oder ? Damit könnten 125.000 Autos jeweils 100km fahren. Alles pro Tag, wohlgemerkt. Auch an einem Sonntag. Und nur in Deutschland. Irre, oder?

PooPicks sind klimaneutral, da sie aus Holz bestehen. Bei der Verbrennung von Holz wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie der Baum in seinem Leben aufgenommen hat. Weiterhin ist Holz ein nachwachsender Rohstoff. Uns reicht die Klimaneutralität aber nicht, deshalb pflanzen wir zusätzlich Bäume für die verkauften Packungen PooPicks. Deshalb sind PooPicks auch die ersten klimapositiven Hundekotbeutel, die man bekommen kann!

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Eat Small: Hast du noch weitere Anregungen für unsere Gemeinschaft?

C.S.: Ich denke, dass die letzten Monate und die Corona-Pandemie gezeigt haben, dass wir uns wieder auf elementare Werte konzentrieren sollten. Dazu gehört einmal mehr bei den Verwandten anzurufen oder sich im Alltag auch mal mit einem Lächeln bedanken.

 

Eat Small: Christian, vielen Dank dafür, dass du an diesem Interview mit Eat Small-Insect Power teilgenommen hast und so unsere Eat Smaller Community Inspirieren konntest! Wir freuen uns, mit PooPick zusammenzuarbeiten, indem wir deine Kotpflücker zusammen mit unseren Hundenahrung aus Insektenproteinen verkaufen. Zwei Produkte, die dazu beitragen, die Welt sauberer zu machen!

 

Das Original Interview ist erschienen auf www.eat-small.com. Schaut dort gerne auch mal vorbei! 

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